Philip Gallati: Bass
Martin Graf: Schlagzeug
Daniel Herzig: Gitarre, Wurlitzer, Orgel
Nadia Leonti: Gesang
Lucas Mösch: Gitarre, Lapsteel, Gesang
Sämi Schneider: Gitarre, Banjo

Einst galt Shilf als die langsamste Band der Schweiz. Das Lo-fi-Trio aus Basel veröffentlichte 1995 die Vinyl-Single «My Clean Skin» (Eigenvertrieb) und 1997 das Album «Star» (Disctrade). In der heutigen Formation besteht die Band seit 1999. Unterdessen steht Shilf für einen Mix aus alternativem Country, Pop und Folk. Andere nennen ihre Musik Americana. Laute Töne sind eher selten. Statt dessen setzt das Sextett auf transparente Arangements, das melancholische Songwriting von Lucas Mösch, die entrückte und zugleich intime Stimme von Nadia Leonti und eine filigrane Instrumentierung mit gelegentlichen Streichersätzen, Banjos, Bläsern und vielen Steel- und Slidegitarren. Die Einflüsse reichen von Dylan oder Van Zandt bis hin zu den Vertretern der neueren Country- und Folk-Szene wie Lambchop, Wilco oder Giant Sand.

Im Frühjahr 2001 nahmen Shilf bei Jakob Künzel (Popmonster) in Basel dreizehn Songs auf, die sie ein Jahr später Chris Eckman nach einem Konzert von dessen Band The Walkabouts in die Hand drückten. Zwei Tage später meldete sich Eckman per Telefon. Die Aufnahmen gefielen ihm derart, dass er beschloss, das Album zu produzieren. In fünf Tagen im Mai 2002 wurden die Aufnahmen in Ljubljana, wo der Musiker und Produzent aus Seattle heute lebt, abgemischt. Hinzu kamen einige Klavier- und Orgelparts von Eckman selbst. Im August erschien das Werk namens «Me» bei Disctrade in der Schweiz, ein halbes Jahr später schliesslich europaweit beim Berliner Label Ulftone, das sich ebenso wie die Kollegen von Glitterhouse und der britischen Plattenfirma Loose restlos für Shilf begeistert hatten. 2003 sorgte das Album in der deutschen Szene für einiges Aufsehen, nachdem es vom grössten Schweizer Radiosender DRS 3 bereits zum «Schweizer Album des Jahres 2002» gekürt und von der Schweizer Presse mit sehr viel Lob bedacht worden war. «Me» zog neben einigem Airplay bei den alternativen Radiostationen in Deutschland unter anderem auch einen Auftritt am legendären «Orange Blossom Special 2003» im Garten von Glitterhouse in Beverungen nach sich – wo die Basler neben Grössen wie Vic Chesnutt frenetisch gefeiert wurden. Im Dezember folgte eine achttägige Deutschland-Tournee mit Jay Farrar (ex-Uncle Tupelo), während «Me» allmählich auch in Frankreich zu greifen begann. Der Song «Dude» landete auf dem Sampler des wichtigsten Magazins des Landes, «Rock & Folk». Die Albumverkäufe übertrafen sogar die Dimensionen in Deutschland.

Im Sommer 2003 verschanzten sich Shilf mit Chris Eckman für eine Woche in den Basel City Studios, wo sie zwölf neue Songs einspielten. Diese wurden im März 2004 wiederum im slovenischen Ljubljana abgemischt. Herausgekommen ist ein Werk, das zwischen Schwermut und Optimismus, Coolness und Ehrlichkeit, Unbeschwertheit und Zerbrechlichkeit pendelt und sich durch eine Ruhe auszeichnet, die bereits den Vorgänger prägte. Das Album heisst «Out For Food» und ist typisch Shilf, eine kreative Melange aus Folk, Country, Rock und Pop. Wo «Me» eine konsequente Gemächlichkeit durchzog, ist «Out For Food» jedoch extrovertierter und verspielter ausgefallen. Das Album erscheint am 24. Mai 2004 in der Schweiz und Anfang Juli im restlichen Europa – bei Ulftone Music.